Ein alter Ölsburger ist wieder zurück!

Nach mehr als vierzig Jahren im Exil kehrte der Gedenkstein zur Völkerschlacht zurück in seine Heimat. Auf dem Burgplatz in der Nähe des 1000-Jahre-Steins wurde er wieder aufgestellt.

Der Stein mit der Aufschrift „1813 – 1913“ und dem Zitat „Ans Vaterland, ans teure schließ dich an“ aus Wilhelm Tell von Friedrich Schiller stand früher an der Einmündung der Burgstraße zur Straße „An der Fuhse“. 1960 beauftragte die damalige Gemeinde Ölsburg ein Bauunternehmen mit der Entsorgung des Denkmals in einer Schuttkuhle, weil es im Zuge des Straßenausbaus im Wege war. Ein Mitarbeiter der Firma wollte das Kulturgut aber nicht auf so unwürdige Weise beseitigen und hat es auf seinem Grundstück bei Uetze aufgestellt. Weil er nicht wusste, wie seine Erben oder ein Hauskäufer zu dem Stein stehen werden, wandte er sich über einige Umwege an Kurt Klöpper. Der wiederum trommelte mit Henning Winter über den Beirat der Volksfestgemeinsschaft die Ölsburger Vereine zusammen. Mit großzügiger Unterstützung einiger Sponsoren holten sie im September 2010 das tonnenschwere Mahnmal zurück und bauten es unweit des alten Standortes gegenüber der Kirche wieder auf.

„Was haben wir für ein Glück, es gibt inzwischen die erste Generation, die ohne Krieg leben konnte. Trotzdem dürfen wir nicht vergessen, dass es noch überall auf der Welt Kriege gibt, und wir sollten uns auch an die Kriege erinnern, die hier stattgefunden haben“, mahnte Diakon Lutz Frerichs in dem Gottesdienst zur Einweihung des Gedenksteines. Der Stein sei unvergänglich und würde gleichzeitig symbolisch für die Last des Krieges stehen.
Bei dem kleinen Einweihungsfest mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und wärmenden Getränken gegen den kalten Herbststurm freute sich Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes, dass es gelungen sei, einen alten Ölsburger zurückzuholen und dankte "dem umsichtigen Menschen, der den Stein damals gerettet hat".

Aus dem Erlös des Festes sollte eigentlich die Restaurierung der Inschrift finanziert werden, leider ist aber nur ein Bruchteil des benötigten Betrages zusammen gekommen.

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Der alte Standort des Steines (im Hintergrund) um 1925



Hier eine Fotogalerie vom Aufbau

 

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Hier eine Fotogalerie von der Einweihung

 
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